Fensterfabrik seit 1972
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Welche Fenster sind die besten?

Es gibt kein bestes Fenster, sondern fünf Entscheidungen, die zusammen ein passendes ergeben: Rahmenmaterial, Profilaufbau, Öffnungsrichtung, Verglasung und Montage. Die Marke steht auf keiner dieser Listen an erster Stelle. Wer die fünf Punkte für sein Haus beantwortet, kommt weiter als mit jeder Herstellerrangliste.

Kurz gefasst

  • Kein Material ist grundsätzlich besser. Jedes ist bei etwas anderem besser.
  • Die Montage entscheidet über die Leistung mehr als der Hersteller.
  • Unsere dänischen Kunststofffenster öffnen nach außen, nicht wie üblich nach innen.
  • In einen ungedämmten Altbau gehören nicht automatisch die dichtesten Fenster.
  • Wir verkaufen direkt ab Werk ohne Montage. Für manche Bauvorhaben ist das die falsche Wahl.


Was heißt eigentlich "beste Fenster"?

Die Frage enthält fünf verschiedene Fragen, und sie haben unterschiedliche Antworten. Klären Sie zuerst, welche davon Ihre ist.

Diese Aufteilung ist der eigentliche Nutzen des Artikels. Ein Fenster, das im Wärmeschutz sehr gut abschneidet, ist nicht automatisch das mit dem besten Schallschutz, weil die Glasaufbauten dafür unterschiedlich sind.


Ein Hinweis, der in Ranglisten fehlt: die Montage steht bei drei der fünf Kriterien mit auf der Liste. Ein hochwertiges Fenster, das nicht lot- und waagrecht sitzt und dessen Anschlussfuge nicht ordentlich gedämmt ist, liefert weniger als ein einfacheres Fenster, das korrekt eingebaut wurde. Das ist keine Floskel, sondern der häufigste Grund, warum neue Fenster enttäuschen.

Entscheidet die Marke?

Weniger, als die Suche nach Herstellernamen vermuten lässt. Die großen österreichischen Anbieter arbeiten alle auf hohem Niveau, und die Unterschiede zwischen ihnen sind kleiner als die Unterschiede zwischen zwei Ausführungen desselben Herstellers.

Was sich zwischen Anbietern tatsächlich unterscheidet, sind drei Dinge: das Vertriebsmodell, der Leistungsumfang und die Profilplattform. Ein Komplettanbieter mit eigener Montage verkauft ein anderes Produkt als ein Werk, das nach Maß fertigt und liefert. Beides kann richtig sein.

Deshalb ist ein Preisvergleich zwischen Marken nur bei identischer Spezifikation aussagekräftig. Dieselbe Größe, dasselbe Material, derselbe Glasaufbau, dieselbe Beschlagvariante, und geklärt, ob Montage, Entsorgung und Innenausbau enthalten sind. Ohne diese Angleichung vergleichen zwei Angebote unterschiedliche Produkte.

Wer Preisbeispiele sehen möchte, findet sie bei uns unter Preisbeispiele, und die konkrete Zahl für Ihre Maße liefert der Konfigurator.

Welches Rahmenmaterial?

Drei Materialien, und keines ist grundsätzlich besser.

Bei Holz ist der Pflegeaufwand ein echter Posten, kein rhetorischer. Nadelholz kommt werkseitig mit Holzschutzmittel und Anstrich und wird periodisch nachbehandelt. Die Faustregel dafür ist brauchbar: solange Wasser auf dem Holz Tropfen bildet statt einzuziehen, arbeitet die Oberfläche noch.


Süd- und westseitige Fassaden verwittern am schnellsten, und waagrechte Profile schneller als alles andere am Rahmen. Dort sehen Sie zuerst, ob ein Nachbehandlungsjahr fällig ist.

Holz/Alu löst genau diesen Punkt: außen die Aluminiumschale, die nur gewaschen wird, innen das Holz. Wer Holz im Raum will und außen keine Nachlackierung, findet hier die Kombination.

Nach außen oder nach innen öffnend?

Diese Frage wird in Österreich selten gestellt, weil die Antwort scheinbar feststeht. Bei uns steht sie nicht fest, und das gehört vor dem Kauf geklärt statt bei der Lieferung.

In Österreich und Deutschland ist das nach innen öffnende Dreh-Kipp-Fenster der Standard. In der dänischen Bautradition öffnen Fenster nach außen, und unsere dänischen Kunststofffenster tun das ebenfalls.

Der Unterschied hat praktische Folgen, in beide Richtungen.

Nach außen öffnend: die Fensterbank innen bleibt frei nutzbar, Vorhänge und Jalousien stören nicht, und der Flügel nimmt keinen Platz im Raum ein. Bei starkem Wind muss der Flügel gesichert sein, und ein Insektengitter sitzt innen statt außen.

Nach innen öffnend, Dreh-Kipp: die gewohnte Bedienung, Insektengitter außen, Flügel windgeschützt, und die Kippstellung als vertraute Lüftungsposition. Dafür ist die Fensterbank innen belegt, wenn das Fenster offen steht.

Klären Sie diesen Punkt in jedem Angebot ausdrücklich, bei uns wie bei jedem anderen Anbieter. Es ist die eine Eigenschaft, die sich nach der Montage nicht mehr ändern lässt.

Welche Fenster bei einer Sanierung?

Bei einer Sanierung im bewohnten Bestand entscheiden zwei Dinge, die im Neubau keine Rolle spielen.

Der Anschluss an den Bestand. Alte Laibungen sind selten rechtwinklig, und die Anschlussfuge zwischen Rahmen und Mauerwerk muss gedämmt werden, damit die Leistung des Fensters überhaupt ankommt.

Fenster nach Maß haben hier einen Vorteil gegenüber Standardgrößen, weil das Maß dem Bauwerk folgt statt umgekehrt.

Die Lüftung. Neue Fenster sind dichter als die alten, und die Feuchtigkeit, die früher durch Fugen entwich, bleibt danach im Raum.

Ohne angepasstes Lüftungsverhalten entsteht daraus ein Feuchteproblem, und das ist der häufigste Ärger nach einer Fenstersanierung. Unser Ratgeber zu beschlagenen Fenstern behandelt das ausführlich.

Bei Teilsanierungen kommt ein dritter Punkt dazu. Werden nur einzelne Fenster getauscht, sind die neuen Fenster nicht mehr die kälteste Fläche im Raum. Die Feuchtigkeit sucht sich dann die nächstkälteste Stelle, oft eine Außenwandecke, wo sie unbemerkt bleibt.

Sehen Sie hier unsere Fenster.

Welche Fenster für einen Altbau ohne Dämmung?

Hier lautet die ehrliche Antwort nicht "die besten", und das ist der Abschnitt, der uns am wenigsten nützt.

In einer ungedämmten Außenwand sind sehr dichte, sehr gut dämmende Fenster nicht automatisch richtig. Der Grund ist Bauphysik: das neue Fenster ist danach wärmer als die Wand, die es umgibt. Die kälteste Fläche im Raum ist dann nicht mehr das Glas, sondern die Wand oder die Laibung. Dort schlägt sich die Feuchtigkeit nieder, und dort sieht sie niemand, bis Schimmel sichtbar wird.

Was daraus folgt, ist keine Empfehlung gegen neue Fenster, sondern eine Empfehlung für die richtige Reihenfolge.

  • Fassadendämmung und Fenstertausch gemeinsam planen, wenn beides ansteht.
  • Wird nur getauscht, das Lüftungsverhalten mitplanen und die Luftfeuchtigkeit messen.
  • Laibungen bei der Montage mitbehandeln, weil sie die kritische Stelle sind.
  • Bei denkmalgeschützten oder ortsbildgeschützten Gebäuden zuerst klären, was zulässig ist.
  • Im Zweifel eine Energieberatung einholen, bevor die Fenster bestellt werden.

Diese Frage gehört zu den wenigen, bei denen ein Fensterhersteller nicht die beste Auskunftsstelle ist. Eine Energieberatung, die das ganze Gebäude ansieht, ist hier mehr wert als jedes Fensterangebot.

Wann Sie besser nicht bei uns kaufen

Wir fertigen im eigenen Werk nach Maß und liefern direkt. Montage, Entsorgung der alten Fenster und Innenausbau gehören nicht dazu. Das ist für einen Teil der Bauvorhaben die falsche Struktur, und das lässt sich vorher sagen.

Ein Komplettanbieter ist die bessere Wahl, wenn:

  • Sie eine Ansprechstelle für Lieferung, Montage und Gewährleistung wollen.
  • Am Bau mehrere Gewerke koordiniert werden müssen.
  • Sie im Bestand arbeiten und die Laibungen unklar sind.
  • Sie keinen Handwerksbetrieb für den Einbau haben.
  • Es sich um ein denkmalgeschütztes Gebäude handelt.

Direkt ab Werk ist die bessere Wahl, wenn:

  • Sie einen Tischler oder Baumeister haben, der den Einbau übernimmt.
  • Die Maße vom Bestand abweichen und Standardgrößen nicht passen.
  • Sie Material, Profil und Glasaufbau selbst festlegen wollen.

Diese Aufteilung kostet uns Anfragen und ersetzt sie durch bessere. Ein Kunde, der bei der Lieferung feststellt, dass er keinen Monteur hat, ist für beide Seiten der schlechteste Fall.