Fensterfabrik seit 1972
Fensterfabrik seit 1972
Bekannt aus dem TV
Bekannt aus dem TV
Trusted Shops GuaranteeTrusted Shops Guarantee
 

Warum beschlagen Fenster? Außen, innen und zwischen den Scheiben

Beschlagen die Fenster außen, dämmt die Verglasung gut. Beschlagen sie innen, ist die Luftfeuchtigkeit im Raum zu hoch. Bildet sich Feuchtigkeit zwischen den Scheiben, ist die Verglasung defekt. Drei Orte, drei völlig verschiedene Ursachen, drei verschiedene Konsequenzen. Prüfen Sie zuerst mit dem Finger, auf welcher Seite das Wasser sitzt.

Kurz gefasst

  • Beschlag außen ist ein Qualitätsmerkmal, kein Mangel.
  • Beschlag innen zeigt zu hohe Raumluftfeuchte an, meist morgens am Glasrand.
  • Feuchtigkeit zwischen den Scheiben ist ein Defekt der Isolierverglasung.
  • Kippen ersetzt kein Stoßlüften. Es kühlt die Laibung ab, ohne die Luft zu tauschen.
  • Ein Erwachsener gibt pro Tag rund zwei Liter Wasser an die Raumluft ab.

Innen, außen oder dazwischen? Der erste Test

Wischen Sie mit dem Finger über die beschlagene Fläche. Verschwindet der Beschlag, sitzt er auf dieser Seite. Bleibt die Scheibe milchig, sitzt die Feuchtigkeit zwischen den Glasschichten.

Diese Unterscheidung entscheidet alles, was danach kommt. Die häufigste Verwechslung ist die zwischen außen und innen, und sie führt in die falsche Richtung: Wer wegen Außenkondensat die Fenster als mangelhaft ansieht, beklagt genau das, was er bezahlt hat.

Welche Arten der Haustürverglasung gibt es?

Wie viel Glas in einer Haustür steckt, ist eine Frage des Wunsches nach Licht und Optik. Die Spanne reicht von einem kleinen Ausschnitt bis zur fast vollständig verglasten Tür.


  • Glaseinsatz: ein kleinerer Glasausschnitt im Türblatt, der etwas Licht hereinlässt.
  • Größere Glasflächen: mehrere oder breitere Ausschnitte für mehr Helligkeit.
  • Ganzglasfüllung: eine Tür, deren Füllung weitgehend aus Glas besteht, für maximalen Lichteinfall.
  • Glas im Seitenteil oder Oberlicht, das die Tür ergänzt.

Je mehr Glas, desto heller der Flur, aber desto wichtiger werden Dämmung und Sicherheit. Diese beiden Themen sehen wir uns daher genauer an.

Ist Beschlag außen ein Mangel?

Nein. Außenkondensat ist eine physikalische Folge guter Wärmedämmung und kein Produktfehler. Unsere eigenen Garantiebedingungen behandeln es ausdrücklich so:

Kondensat auf der äußeren Scheibe, wie es bei Energiegläsern vorkommen kann, ist vom Garantieumfang ausgenommen, weil es keinen Defekt darstellt.

Das ist keine Ausrede, sondern die Kehrseite einer Rechnung, die zugunsten des Käufers ausgeht. Eine Scheibe, die außen beschlägt, gibt so wenig Wärme nach außen ab, dass die äußere Glasfläche kalt bleibt. Die Wärme bleibt im Raum.

Wer das Phänomen dennoch vermeiden möchte, findet im Markt Verglasungen mit spezieller Außenbeschichtung. Für die meisten Häuser lohnt der Aufpreis nicht, weil der Beschlag nur an wenigen Morgenstunden im Jahr auftritt.

Ein Hinweis zur Abgrenzung: Wasser, das von außen in den Rahmenfalz oder in die Laibung eindringt, ist etwas anderes als Kondensat auf dem Glas. Dabei geht es um Abdichtung und Montage, nicht um Taupunkte.

Warum laufen Fenster innen an?

Warme Luft nimmt mehr Wasserdampf auf als kalte. Trifft warme Raumluft auf die kühlere Glasfläche, kühlt sie ab, kann die Feuchtigkeit nicht mehr halten und gibt sie an der Oberfläche ab.

Sichtbar wird das zuerst am unteren Glasrand, weil dort die Oberflächentemperatur am niedrigsten ist.

Die Feuchtigkeit kommt aus dem Alltag. Ein Erwachsener gibt pro Tag rund zwei Liter Wasser an die Raumluft ab, dazu kommen Duschen, Kochen, Wäschetrocknen und Zimmerpflanzen. Im Schlafzimmer sammelt sich über Nacht besonders viel, weil in dieser Zeit niemand lüftet.

Vier Umstände verschärfen das Bild, und drei davon werden selten genannt.

  • Neue Fenster sind dichter als alte und erhöhen den Lüftungsbedarf.
  • Ein Neubau oder eine frische Renovierung braucht im ersten Jahr mehr Lüftung.
  • Dicht am Glas sitzende Vorhänge und Jalousien halten die warme Luft von der Scheibe fern.
  • Feuchteprobleme nehmen zu, je niedriger die Raumtemperatur ist.

Der letzte Punkt widerspricht dem Sparinstinkt. Ein kaum geheizter Raum hat kältere Oberflächen, und an kalten Oberflächen kondensiert Wasser früher.

Wie viel Kondenswasser am Fenster ist normal?

Ein schmaler Beschlagstreifen am unteren Glasrand, der im Laufe des Vormittags von selbst verschwindet, ist normal und harmlos. Besonders im Schlafzimmer, besonders im Winter, besonders nach einer kalten Nacht.

Nicht mehr normal ist es, wenn eines der folgenden Merkmale dazukommt.

  1. Der Beschlag steht jeden Tag und über Stunden.
  2. Wasser sammelt sich am Rahmen oder auf der Fensterbank.
  3. Die Laibung neben dem Fenster fühlt sich feucht an.
  4. Dunkle Flecken zeigen sich in den Ecken oder an der Dichtung.
  5. Auch nach dem Lüften bleibt die Scheibe beschlagen.
  6. Beschlag tritt auch in Räumen ohne Feuchtequellen auf.

Als Orientierung für die Raumluft gelten 40 bis 60 Prozent relative Luftfeuchtigkeit. Ein Thermo-Hygrometer kostet wenig und beendet das Rätselraten innerhalb einer Woche, weil es zeigt, welche Räume tatsächlich zu feucht sind und zu welcher Tageszeit.

Wischen Sie das Wasser trotzdem ab. Stehende Feuchtigkeit am Rahmen ist der Ausgangspunkt für Schimmel, und ein Tuch ist die billigste Vorbeugung, die es gibt.

Was tun gegen Kondenswasser am Fenster?

Sieben Maßnahmen, in der Reihenfolge ihrer Wirkung.

  1. Mehrmals täglich stoßlüften, nicht kippen.
  2. Beim Kochen und Duschen die Dunstabzugshaube oder den Ventilator laufen lassen.
  3. Wäsche nicht in Wohnräumen trocknen.
  4. Wohnräume gleichmäßig heizen, statt Räume auskühlen zu lassen.
  5. Vorhänge und Jalousien nicht dicht an die Scheibe legen.
  6. Türen zu Bad und Küche während der Nutzung geschlossen halten.
  7. Mit einem Hygrometer prüfen, welcher Raum tatsächlich zu feucht ist.

Punkt vier wird am häufigsten falsch gemacht.

Wer das Schlafzimmer im Winter ungeheizt lässt und die Tür zum warmen Wohnraum offen hält, transportiert warme, feuchte Luft in den kältesten Raum der Wohnung. Dort kondensiert sie zuverlässig.

Sehen Sie hier unsere Kipp Fenster.

Richtig lüften: warum Kippen nicht genügt

Ein gekipptes Fenster tauscht die Raumluft kaum aus. Es kühlt stattdessen die Mauerlaibung rund um den Flügel über Stunden ab, und ausgerechnet dort entsteht dann Schimmel. Dauerhaftes Kippen ist die häufigste und teuerste Lüftungsgewohnheit im Winter.

Wirksam ist Stoßlüften: das Fenster mehrmals täglich vollständig öffnen, jeweils etwa 10 bis 15 Minuten, und die Heizung während dieser Zeit herunterdrehen. Noch besser wirkt Querlüften über zwei gegenüberliegende Fenster, weil der Luftwechsel dann in wenigen Minuten erfolgt.

Die verlorene Wärme ist geringer, als es sich anfühlt. Die Bauteile im Raum bleiben in dieser kurzen Zeit warm, während die Luft ausgetauscht wird, und trockene Luft lässt sich schneller wieder erwärmen als feuchte.

Bei unseren Fenstern gibt es zusätzlich eine Zwischenstellung: hat das Schließblech zwei Schlitze, dient der innere zum Schließen und der äußere als Lüftungsstellung. Ein Hinweis dazu aus unserer Produktanleitung: Verlassen Sie das Haus nie mit einem Fenster in Lüftungsstellung.

Wann wird Schimmel am Fenster gefährlich?

Schimmel im Innenraum sollte aus hygienischen Gründen grundsätzlich vermieden werden, unabhängig von der befallenen Fläche. Kritisch wird es, wenn der Befall wiederkehrt, sich über die Silikonfuge hinaus auf Laibung oder Wand ausbreitet oder in Schlaf- und Kinderzimmern auftritt.

Ein kleiner, frischer Fleck auf der Dichtung oder in der Fugenecke lässt sich entfernen und danach durch besseres Lüften vermeiden. Kehrt er innerhalb weniger Wochen zurück, liegt die Ursache tiefer, und dann ist der Fleck das Symptom.

Zwei Situationen gehören in fachliche Hände: Befall über etwa einen halben Quadratmeter, und Befall, der nach dem Entfernen immer an derselben Stelle wiederkommt. Letzteres deutet auf eine Wärmebrücke hin, also auf eine baulich kalte Stelle, die kein Lüftungsverhalten ausgleicht.

Für Mietwohnungen gilt: Kondenswasser sollte umgehend entfernt und ein Schimmelbefall dem Vermieter schriftlich gemeldet werden. Wer die Kosten trägt, richtet sich nach dem Mietvertrag und dem österreichischen Mietrecht. Diese Frage beantworten die Mietervereinigung oder die Arbeiterkammer, nicht ein Fensterhersteller.