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Kellerfenster

Ein Kellerfenster ist ein kleinformatiges Fenster im Untergeschoß, meist als Kippfenster ausgeführt, damit es sich zum Lüften öffnen lässt, ohne in den Raum zu ragen. Übliche Maße bewegen sich zwischen 60 x 40 cm und 100 x 60 cm. Wir fertigen Kellerfenster nach Maß, in Kunststoff oder Holz.

Das Wichtigste in Kürze

  • Kippfenster ist die übliche Bauart im Keller.
  • Kunststoff ist bei feuchten Räumen die sichere Wahl.
  • Standardmaße gibt es, Maßanfertigung ist trotzdem der Normalfall.
  • Gemessen wird die Maueröffnung, nicht das alte Fenster.
  • Der Lichtschacht begrenzt, wie weit der Flügel kippt.

Was ist ein Kellerfenster?

Ein Kellerfenster ist ein kleines Fenster im Untergeschoß, das den Raum belichtet und belüftet. Weil davor oft wenig Platz ist, sitzt es meist als Kippfenster in der Mauer: Der Flügel neigt sich oben nach innen, statt ganz aufzuschwingen.

Kellerfenster unterscheiden sich in drei Punkten von gewöhnlichen Fenstern. Sie sind kleiner, sie liegen häufig teilweise unter dem Geländeniveau in einem Lichtschacht, und der Raum dahinter hat eine höhere Luftfeuchtigkeit. Alle drei Punkte wirken auf Material und Öffnungsart.

Welches Material passt in den Keller?

Kunststoff ist im Keller die sichere Wahl. Er nimmt keine Feuchtigkeit auf, quillt nicht und braucht keine Pflege. In einem Raum mit Waschmaschine, Trockner oder einfach höherer Grundfeuchte ist das der entscheidende Punkt.

Holz funktioniert ebenfalls, verlangt aber Aufmerksamkeit. Ein Holzfenster in einem feuchten Kellerraum braucht einen intakten Anstrich und regelmäßige Kontrolle, sonst arbeitet das Holz. Sinnvoll wird es vor allem, wenn der Keller ausgebaut ist und optisch zum Rest des Hauses passen soll.

Ehrlich gesagt: Bei einem klassischen Vorratskeller mit Lichtschacht würden wir immer zu Kunststoff raten. Das Fenster wird dort selten angeschaut und muss vor allem dicht bleiben.

Mehr zu den Unterschieden steht auf unseren Seiten zu Kunststofffenstern und Holzfenstern.

Kippfenster oder Dreh-Kipp-Fenster im Keller?

Das Kippfenster ist die klassische Kellerlösung. Es braucht kaum Platz nach innen, was zählt, wenn Regale bis an die Wand stehen, und zum Lüften reicht es vollkommen.

Ein Dreh-Kipp-Fenster lohnt dort, wo Sie von innen putzen wollen oder wo der Keller als Wohnraum genutzt wird. Voraussetzung ist Platz für den geöffneten Flügel.

Beide Bauarten finden Sie bei uns: als Kippfenster und als Dreh-Kipp-Fenster.

Wie messe ich ein Kellerfenster aus?

  1. Altes Fenster geschlossen lassen, Maueröffnung messen.
  2. Breite an drei Stellen prüfen: oben, Mitte, unten.
  3. Höhe an zwei Stellen prüfen: links und rechts.
  4. Jeweils das kleinste Maß notieren.
  5. Dreiseitig Platz für die Montagefuge abziehen.
  6. Prüfen, ob ein Lichtschacht die Öffnung einschränkt.

Gemessen wird die Öffnung in der Mauer, nicht der alte Rahmen. In Altbaukellern ist die Öffnung selten rechtwinklig, deshalb mehrfach messen und im Zweifel das kleinste Maß nehmen.

Der Lichtschacht wird am häufigsten übersehen. Sitzt er dicht vor der Mauer, begrenzt er, wie weit der Flügel kippen kann. Messen Sie den Abstand zwischen Mauer und Schachtwand, bevor Sie sich für eine Öffnungsart entscheiden.

Wie dichte ich ein Kellerfenster ab?

Ein undichtes Kellerfenster liegt fast nie am Glas, sondern an der Montagefuge oder an der Dichtung im Flügel. Prüfen Sie zuerst mit einem Blatt Papier: Lässt es sich bei geschlossenem Fenster herausziehen, schließt die Dichtung nicht mehr. Dann hilft eine neue Dichtung.


Zieht es dagegen am Rahmen entlang, sitzt das Problem in der Fuge zwischen Rahmen und Mauerwerk. Dorthin gehört ein elastisches Dichtband oder Fugendichtstoff, nicht Bauschaum allein.

Ist der Rahmen selbst verzogen oder das Holz aufgequollen, hilft kein Abdichten mehr. Dann steht ein Tausch an, und der ist bei einem Fenster dieser Größe überschaubar.

Sehen Sie hier unsere Fenster.

Wie sichere ich ein Kellerfenster gegen Einbruch?

Kellerfenster sind ein beliebter Einstiegspunkt, weil sie klein, niedrig gelegen und selten einsehbar sind. Drei Ansätze helfen:

  • Pilzkopfverriegelungen am Beschlag statt einfacher Schließzapfen.
  • Absperrbare Fenstergriffe, damit sich der Flügel nicht von außen öffnen lässt.
  • Ein Gitter oder eine verschraubte Abdeckung über dem Lichtschacht.

Der Beschlag ist der wirksamste Punkt, weil er beim Aufhebeln greift. Welche Sicherheitsstufen zur Wahl stehen, sehen Sie im Konfigurator bei der jeweiligen Fensterserie.

Was gilt beim Fenstertausch in Österreich?

Am eigenen Einfamilienhaus tauschen Sie ein Kellerfenster ohne Bewilligung, solange Sie die Öffnung nicht vergrößern. Wird die Maueröffnung verändert, greift die Bauordnung, und die ist in Österreich Ländersache. Fragen Sie bei der Gemeinde nach, bevor Sie stemmen.

In einer Eigentumswohnung zählen Fenster zu den allgemeinen Teilen des Hauses. Ein Tausch braucht nach dem Wohnungseigentumsgesetz die Zustimmung der übrigen Eigentümer, auch im Keller. Zur Miete entscheidet der Vermieter.

Trennt das Kellerfenster einen beheizten Raum von außen, gelten die wärmetechnischen Anforderungen der OIB-Richtlinie in der Fassung Ihres Bundeslandes. Bei einem unbeheizten Vorratskeller spielt das keine Rolle: Dort liegt die relevante Grenze zwischen Keller und Wohnbereich, nicht am Kellerfenster.

Ein Kellerfenster nach Maß ist eine Sonderanfertigung und damit vom Rücktrittsrecht ausgenommen. Messen Sie zweimal, bevor Sie bestellen.

Welche Farbe für ein Kellerfenster?

Weiß ist die Standardausführung und kostet keinen Aufpreis. Weitere Farben sind gegen Aufpreis erhältlich.

Anthrazit wird oft gewählt, wenn die Fenster im Erdgeschoß ebenfalls anthrazit sind und die Fassade einheitlich wirken soll. Sitzt das Kellerfenster tief in einem Lichtschacht, spielt die Farbe dagegen kaum eine Rolle, und Weiß wirft mehr Licht in den Raum zurück.