Anpressdruck einstellen, und warum die Drehrichtung nicht universell ist
Der Anpressdruck bestimmt, wie fest das Türblatt gegen die umlaufende Dichtung gezogen wird. Zu wenig, und es zieht. Zu viel, und der Schlüssel geht schwer, während die Dichtung dauerhaft plattgedrückt wird.
Bei 3D-Bändern liegt die Anpressdruckschraube meist an der Oberseite des Bandes, unter einer eigenen Kappe, und nicht dort, wo Höhe und Seite verstellt werden.
Und hier kommt der Punkt, den keine allgemeine Anleitung nennt: die Drehrichtung ist zwischen den Bandsystemen nicht einheitlich. Bei manchen Bändern erhöht eine Drehung im Uhrzeigersinn den Anpressdruck. Bei anderen bewegt genau dieselbe Drehung das Türblatt vom Rahmen weg und verringert ihn.
Wer einer allgemeinen Regel folgt, verstellt bei der Hälfte aller Systeme in die falsche Richtung und macht die Tür undichter, statt sie abzudichten.
Die verlässliche Methode ist deshalb keine Richtung, sondern ein Vorgehen.
- Kappe abnehmen und die Markierung am Band ansehen.
- Eine Vierteldrehung in eine Richtung.
- Tür schließen und den Widerstand am Griff spüren.
- Wurde es schwerer, ist das die Richtung für mehr Druck.
- Wurde es leichter oder zieht es stärker, zurückdrehen und andersherum.
- Den festgestellten Betrag an allen Bändern gleich anwenden.
Prüfen lässt sich das Ergebnis mit dem Finger: Tür schließen, einen Finger auf die sichtbare Dichtung legen, Tür langsam öffnen. Sie spüren, wie stark die Dichtung zusammengedrückt war, und Sie können die Probe an allen vier Seiten wiederholen.